Die Ernährung

Wissenswertes

Meerschweinchen sind Pflanzenfresser.
Darum benötigen sie ein rohfaserreiches Futterangebot.
Als Kraftfutter sollten sie eine ausgewogene Körnermischung bzw. Pellets bekommen. Wobei reines Pellets füttern den Vorteil hat, das die Meerschweinchen auch tatsächlich alle wichtigen Nährstoffe beim fressen aufnehmen. Wichtig ist vor allem, den Geschmack seiner Tiere zu treffen, denn nicht alles was gleich aussieht, schmeckt auch gleich gut.

Geeignete Nährstoffanalyse für 1 kg Kraftfutter:

Rohprotein
11 - 20%
Rohfett
3 - 4%
Rohfaser
12 - 14%
Calcium
0,3 - 0,6%
Phosphor
0,2 - 0,4%
Natrium
0,1 - 0,15%
Chlorid
0,25 - 0,5%
Magnesium
0,1 - 0,2%
Kalium
0,4 - 0,7%
Vitamin A
10000 - 20000 I.E.
Vitamin E
50 - 100 mg
Vitamin D
500 - 750 I.E.

Das Hauptfutter sollte aus frischem Grünfutter, ca. 80 - 120 g pro Tier, und Heu (ohne Mengenbegrenzung) bestehen. Grünfuttergaben sind deshalb so wichtig, um den täglichen Bedarf an Vitamin C zu decken, welches das Meerschweinchen dringend mit der Nahrung aufnehmen muss, um nicht an Skorbut zu erkranken. Das Heu muss frisch sein, es darf nicht muffig riechen und stauben, das könnte auf Schimmelpilze deuten.
Das Trinkwasser sollte tgl. gewechselt werden.

Der durchschnittliche Tagesbedarf an Vitamin C beträgt für:

Jungtiere
3 mg/Tag
erwachsene Tiere
10 mg/Tag
tragende Weibchen
20 mg/Tag

Geeignetes Frischfutter

Obstsorten
Gemüse + Salat
Wiesengrün + Kräuter
Äpfel
Bananen
Birne
Erdbeeren samt Laub
Kakteenfrüchte (geschält)
Kiwi
Melone
Orange
Quitten
Weintrauben
Artischocken
Auberginen
Chinakohl
Chicorée
Fenchel
Kartoffeln (nur gekocht)
Kohlrabi mit Blättern
Kohlrübe
Kopfsalat
Endivie
Romana
Mais (ganze Pflanze)
Mangold
Spinat
Möhren mit Kraut
Paprika
Rote Beete
Salatgurke
Sellerie (Staude + Knolle)
Stilmus
Tomaten
Zucchini

Borretsch
frische Obstbaumzweige
Gänseblümchen
Gänsefingerkraut
Getreidekeimlinge
Gras
Huflattich
Kapuzinerkresse
Klee (nach der Blüte)
Löwenzahn
Petersilie (wenig!)
Sauerampfer (vor der Blüte)
Sonnenblume
Spitz - und Breitwegerich
Topinambur (Blätter, Knollen, Blüten)
Vogelmiere
Wiesenknopf

Vorsicht!
Kein Grünfutter von Straßen- und Wegrändern pflücken!
Autoabgase und Ausscheidungen von Hunden gefährden die Gesundheit der Meerschweinchen.

Giftpflanzen
Akazie, Akelei, Alpenveilchen, Ampfer (Oxale!), Azalee, Bilsenkraut, Bingelkraut, Besenginster, Bocksdorn, Buchsbaum, Bunte Kronwicke, Christusdorn, Dieffenbachia, Echter Erdrauch, Efeu, Eibe, Eisenhut, Farne, Fingerhut, Gemeines Hirtenäschel, Ginster, Glycinie, Gnadenkraut, Goldregen, Großer Bärenklau, alle Hahnenfuß-Arten (frisch giftig, als Heu unbedenklich), Hahnenfuß (Butterblume), Herbstzeitlose (Achtung Heu!), Hoja, Hortensie, Immergrün, Kartoffelkraut, Kirschlorbeer, Klettenlabkraut, Korallenbäumchen, Kreuzkraut, Krokus, Kroton, Liguster, Liliengewächse, Mahonie, Maiglöckchen, Mohn, Nachtschattengewächse, Oleander, Pfingstrose, Rhododendron, Robinie, Rohe Bohnen, Salomonspiegel, Sauerklee, Schierling, Sumpfschachtelhalm, Stechapfel, Schöllkraut, Tollkirsche, Wacholder, Wurmfarn, Weihnachtsstern, Wolfsmilchgewächse, Yccapalme, Zaunrübe, Zimmerkalla, alle Zwiebelgewächse